Übersicht

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Vom Fläming zur Elbe

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Klieken - Kliekener Werder - Vockerode - Auenhaus (Oranienbaum)
| Ausgangspunkt: |
Bahnhof Klieken oder Hotel „Waldschlößchen“ Klieken; Hauptstrasse |
| Streckenlänge: |
ca. 10 km |
| Fahrzeit: |
ca. 1 Stunde |
| Wegemarkierung: |
ab Autobahnbrücke auf dem R1 |
| Wegeprofil: |
gut mit dem Rad zu fahren |
Klieken, OT der Stadt Coswig(Anh), gehört mit seiner Fläche sowohl zum Naturpark Fläming/
Sachsen-Anhalt als auch zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe.
Ein Ort, der zwei Großschutzgebiete verbindet, hat für Naturfreunde viel zu bieten.
Für eine Radtour wird der Start am Hotel „Waldschlößchen“ empfohlen.
Zunächst führt der Weg durch den Ortsteil Klieken, am Dorfteich vorbei, um dann links (ca. 200 m) in die
Aue abzubiegen.
Das Auegebiet Klieken ist von hohem naturschutzfachlichem
Wert.
Hier befinden sich die größten zusammenhängenden
Hartholzauenwälder Mitteleuropas, naturnahe Flussläufe und eine
große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Es ist Rast- und
Brutgebiet für Vögel, Lebensraum für Biber und das Altwasser
beheimatet Fisch- und Lurcharten, die z.T auf der Roten Liste
stehen. Die Alteichenbestände zwischen Elbe und „Kurzem Wurf“
sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Gartenreich Dessau-
Wörlitz.
Vor einigen Jahren wurden mit hohem Aufwand der Fluss, das
Altwasser und der Auenwald renaturiert, um diese Einzigartigkeit
zu erhalten.
Es führen mehrere Wege durch die Aue, teilweise sind diese mit Lehrtafeln ausgestattet.
An der ersten Weggabelung kann man gerade aus die „alte Straße“ entlang über die „Rote Brücke“
fahren, direkt am Altwasser entlang bis zur landwirtschaftlichen Anlage am „Werder“.
Bleibt man an der Weggabelung rechts, kann man die Straße nutzen. Auch hier fährt man am Altwasser
und landwirtschaftlicher Fläche vorbei. Der erste Aussichtsturm befindet sich auf dieser Strecke.
Infolge des Hochwassers 2002 wurden die Schutzanlagen saniert
und ausgebaut. Heute ist es für Radfahrer möglich, diesen
Deichweg zu nutzen. Dafür bleibt man auf halber Strecke an der
Weggabelung in Richtung geradeaus und fährt einen Bogen, der
ebenfalls wieder zur landwirtschaftlichen Anlage führt.
Am Werder befindet sich ein Rastplatz mit einer weiteren
Aussichtskanzel. Verfolgt man die Straße weiter, gelangt man auf
die „Pflaumenallee“ (Diese ist die kürzeste Verbindung vom Hotel
zur Autobahn, jedoch nicht so attraktiv). Der Weg führt weiter in
Richtung Autobahn, unter der Brücke hindurch, über den Radweg
der Autobahnbrücke auf die andere Seite der Elbe.
Hier hat man die Wahl, auf dem Deich weiter und durch den Ort Vockerode zu fahren oder gleich nach
rechts abzubiegen, um in ca. 50 m auf den R1 zu gelangen.
Die Gründung des Ortes Vockerode wird auf flämische Siedler zurückgeführt. Lange war der Ort durch
Fischerei geprägt, mit dem Bau des Großkraftwerkes wurde es ein typischer Industriestandort.
Heute ist von dieser Industrie wenig geblieben. Kulturelle und gastronomische Angebote können von
den Gästen genutzt werden, die als Radfahrer und Ausflügler die Kultur und Natur der Region genießen.
Der Europaradweg R1 führt von Köthen - Dessau kommend durch
Vockerode nach Oranienbaum und weiter nach Wittenberg. Er ist
ein gut ausgebauter Radweg, der zu empfehlen ist.
Der R1 führt von der Autobahnbrücke in Richtung Oranienbaum
durch Vockerode, am Alpakahof vorbei zum Kapenschlößchen.
Hier befindet sich die Biosphärenreservatsverwaltung. Das
Biosphärenreservat erhielt bereits 1979 die Anerkennung der
UNESCO auf Grund der Einzigartigkeit und überregionalen
Bedeutung der Auengebiete an der Mittelelbe.
Der Weg führt weiter am Abzweig zur Biberfreianlage und am
Friedwald vorbei bis zum Auenhaus, dem Informationszentrum an
der B187.
Auf dem Rückweg kann von der Autobahnbrücke aus die Pflaumenallee genutzt werden.
Der aufmerksame Beobachter entdeckt auf der linken Seite die Reste der „Kehlsburg“ Klieken. Diese
ehemalige kleine Wehr- und Schutzanlage wirkt wie eine kleine grüne Insel in der ringsum beackerten
Fläche. Ein Graben umschließt die kreisförmige Erdaufschüttung. Nur ein Stück gemauertes
Fundament zeugt noch von ehemaligen Bewohnern der Niederungsburg.
Auf dem Weg zum Hotel entdeckt der Naturfreund auch die Kirche
von Klieken. Die Patronatskirche wird aufwändig saniert. In den
nächsten Jahren wird, wie vor dem Diebstahl 1980, der Flügelaltar
(Lucas Cranach d.Ä.) in voller Schönheit zu betrachten sein.
Übrigens: Klieken ist auch per Bahn zu erreichen!
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Weitere Informationen

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Veranstaltungsvorschau

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