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Die Besiedlung des Fläming


Ziehbrunnen bei Wahlsdorf

Erste Besiedlungshinweise aus der mittleren Bronzezeit sind die Hügelgräber im westlichen Fläming. Germanische Stämme, die Semnonen, beherrschten das Gebiet von 500 v. Chr. bis in das 2. Jahrhundert. Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht. Etwa um 375 begann die Völkerwanderung.
Als die Semnonen das Land verließen, siedelten sich im 5. bis 6. Jahrhundert slawische Stämme, die in alten Chroniken oft als Wenden bezeichnet wurden, an. Im Zuge der deutschen Ostexpansion folgte Mitte des 12. Jahrhunderts die endgültige Eroberung des Landes.
Im Jahr 1159 riefen Albrecht der Bär und Erzbischof Wichmann von Magdeburg zur Besiedlung der heutigen Region Fläming auf. Eine planmäßige Besiedlung begann. Nach einer großen Sturmflut an der flandrischen Nordseeküste im Jahr 1164 gab es viele Auswanderungswillige.
Albrecht der Bär und der Erzbischof Wichmann von Magdeburg warben diese auswanderungswilligen Holländer, Seeländer und Flamen. Sie versprachen ihnen gute Weiden und Triften, besondere Rechte und die Befreiung von Abgaben, wenn sie den Landstrich östlich von Magdeburg besiedeln würden.
Den Siedlertrecks schlossen sich auch Kolonisten aus dem Rheinland, West- und Ostfalen, Franken und Niedersachsen an. Die überwiegend flämischen Kolonisten wurden "Fläminger" genannt. Trotz unterschiedlicher Schreibweisen hat sich diese Landschaftsbezeichnung mit dem Namen "Fläming" bis heute erhalten.


Auszug aus einer Urkunde von 1159:

"Wissen möge die Gesamtheit der Getreuen jetzt und in Zukunft, dass ich, Wichmann, durch Gottes Erbarmen Erzbischof der heiligen Kirche von Magdeburg, Heinrich und anderen Flamen, die durch ihn und mit ihm zu mir kommen, dass Dorf Wusterwitz nahe bei der Havel übergeben habe."


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